Die Rosenhecke ist der Natodrahtzaun – die „Migrationskrise“ meines Lebens

Die Rosenhecke ist der Natodrahtzaun – die „Migrationskrise“ meines Lebens

Es ist die alte Leier: Die Prinzessin und der Bauernsohn. Die Montagues und Capulets. Die Meerjungfrau und der Landbewohner – seien es die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen oder kulturellen Unterschiede – die Liebe überwindet im Märchen alles. Und wie ist das im echten Leben? Arte hatte da eine Reihe mit eben diesem Thema, nämlich „Liebe verboten oder: Romeo und Julia von heute“. Da wurden alle Arten von Hürden an einem Beispiel angeführt. Aber was, wenn alle zusammen kommen? Die physische, die politische, die rechtliche, die gesellschaftliche und alles, was mit der Hautfarbe an Stereotypen einher geht. Dann ist dies meine, unsere, „Liebe verboten“ -Story.

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Das Ding mit: den Grenzen

Grenzen sind tolle Dinger. Sie sind alles in einem: flexibel und starr. Geben ein molliges Gefühl von Sicherheit und einen Grund, etwas verteidigen zu dürfen. Sie fühlen sich irre notwendig an. Und trotzdem hat es im Laufe der Jahrhunderte letztlich niemanden gekrazt, wenn sie sich verschoben oder gar verschwanden. Es hat nur die gekrazt, die daran beteiligt waren den momentanen Zustand einer Grenze zu sichern und aufrecht zu erhalten. Deshalb muss für jede neue Grenze und neue Generation derer, die sie errichten oder sichern sollen, neue Begründungen gefunden werden. Denn die Grenze ist nicht das Wichtigste an der Grenze. Es ist die Überzeugung, dass sie notwendig wäre.

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Das Ding mit: Kultur, Tradition und Kleidung

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Fotos: Anna Hilde

An dieser Stelle eine weitere Nebensächlichkeit, die im Alltag auffällt. Eine davon ist eine ganz bestimmte Kleiderordnung, die neben den sehr eindeutig muslimischen Gewändern und oft auch westlich geprägten Kleidungselementen, unglaublich oft die Straße ziert. Anfangs dachte ich noch, es handle sich um eine ganz bestimmte Ausdrucksweise einer ganz bestimmten Gruppe von Menschen, die eine ganz marginale, ganz bestimmte Ausrichtung des Islams praktizieren. Oder so was in der Art. Mit hochtrabenden Interpretationen bleibt man erst mal in der Sicherheit, politische korrekt zu sein.

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Das Ding mit: den XY´s

Das Ding mit: den XY´s

Ich fand mich in meinem Leben in diversen Situationen wieder, die sich in ihrer Logik unwesentlich unterscheiden. Ob das in Äthiopien, in Kenia, in Tansania, Malawi, Tschechien, Frankreich oder Deutschland war. Völlig egal.  Nun kommt ein weiterer Kulturkreis dazu: Marokko. Grundvoraussetzung ist: es sind Männer in dieser Situation involviert. Wer sich von diesem Text als YX Träger nicht angegriffen fühlt ist, meiner Ansicht nach, ein Hoffnungsträger in Sachen praktischer Gleichberechtigung. Hier nun ein kleiner Alltags-Erfahrungsbericht als XX-Trägerin im kulturellen Vergleich mit dem Hauptaugenmerk auf meinen momentanen Aufenthaltsort.

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Das Ding mit: der Ignoranz

 

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Foto: Anna Hilde

In der Nacht zum 19.April 2015 geschah eine der Katastrophen, die die EU zum „Aufwecken“ brachte. Die EU wurde so sehr aufgeweckt, dass das Jahr 2015 eines der tödlichsten Jahre für Menschen wurde, die über das Mittelmeer versuchten nach Europa zu gelangen. 2016 sieht nicht besser aus. Wir stumpfen ab. Zu jeder Nachrichtensendung gehört mittlerweile, wie ein unabdingliche  Zutat, eine Meldung über weitere Menschen, die im Mittelmeer ertrunken sind.

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