Hausbesetzung zum Hauserhalt – wie Wächterhäuser Leipzig attraktiv machten

Leipzig boomt. Doch es ist noch gar nicht lange her, da zeichnete sich die Stadt vor allem durch Leerstand und Baufälligkeit aus. Besonders die stark gründerzeitlich geprägten Stadtteile im Leipziger Westen und Osten waren betroffen. In den vergangenen 15 Jahren Jahre schmückten große gelbe Banner immer mehr von diesen Gründerbauten, meist in unattraktiver Lage und an Straßenkreuzungen.  Wächterhaus stand dort geschrieben. Künstler und Kreative schlugen dort ihre Quartiere auf. Heute sucht man die Banner weitestgehend vergebens. Wo sind sie hin? Fanny Kniestedt hat sich auf die Suche begeben.

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Die deutsche Willkommenskultur – Hilfsbereitschaft oder Selbstbeweihräucherung?

„Willkommenskultur“ ist das Wort der Stunde: Offene Arme und Herzen für Flüchtlinge von Hamburg bis München. Deutschland, das Land der Helfer. Doch ist das echte Hilfsbereitschaft oder Selbstbeweihräucherung? Ein Kommentar von Fanny Kniestedt.

 

 

 

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„Start 2020“ gekürzt: Bildungsprojekte stehen auf der Kippe

Anitsemitische Beschmierungen an der Tür des Theatervereins. Der Verein setzt sich mit seinen Projekten gegen Antisemitismus ein.

Im Januar hatte die sächsische Regierung ein 220 Millionen Euro schweres Förderprogramm unter anderem für soziokulturelle Projekte beschlossen, das sie im Juni – wegen Corona – auf 60 Millionen einkürzte. Parallel wurden zahlreiche Programme zur Wiederbelebung von Wirtschaft und Kultur aufgelegt. Doch die Kürzung von „Start 2020“ hat Folgen für viele Projekte.

 

 

 

 

 

 

 

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Nicht-Versicherte fallen durch Kontrollsystem

Wenn jemand Fieber hat und hustet, geht er zum Arzt, wird auf das Coronavirus getestet und muss im Zweifel 14 Tage in Quarantäne. Das Gesundheitsamt erfasst die Kontaktpersonen und informiert diese. Voraussetzung für diesen Ablauf ist, dass die Person versichert ist. Die Dunkelziffer an Infizierten und das Maß der Ausbreitung des Coronavirus bei Nicht-Versicherten ist allerdings offen. Und das birgt Gefahren. Mehr lesen

Kein Platz für deutsche Kolonialgeschichte?

Wer Schülerinnen und Schüler zur Geschichte der deutschen Kolonialherrschaft befragt, kann mit einer ganzen Reihe falscher Antworten rechnen. Doch seien wir ehrlich: Auch Erwachsene wissen nicht besser Bescheid. Immer mehr Petitionen fordern deshalb, dass die deutsche Kolonialgeschichte größeren Stellenwert auch im Lehrplan bekommen soll. Warum das wichtig wäre und was das mit den aktuellen Diskursen um Rassismus zu tun hat. Mehr lesen

Wenn´s der Rechtsstaat nicht tut, dann machen wir´s eben selber: Minibürgschaften für Asylrechtsverfahren

Wenn´s der Rechtsstaat nicht tut, dann machen wir´s eben selber: Minibürgschaften für Asylrechtsverfahren

Kranke Menschen werden abgeschoben, ohne vorher vom Amtsarzt untersucht zu werden. Eine Frau, die in ihrem Heimatland vergewaltigt und entführt wurde, bekommt nach mehrjährigem Asylverfahren den Bescheid, dies sei jetzt schon zu lange her; ihre psychischen Probleme könnten nicht eindeutig darauf zurückgeführt werden. Jemand der Hindi spricht, bekommt bei der entscheidenden Anhörung zu seinen Fluchtgründen einen Urdu-Dolmetscher vorgesetzt, mit dem er sich nur grob verständigen kann und traut sich nicht sich zu wehren. Der Rechtshilfefonds Peperoncini will solchen Fällen Unterstützung bieten.

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