Hassan: „Ich bin wie der Held in einem Film. Ich sterbe nicht.“

Foto: Anna Hilde

Hassan kam aus der Elfenbeinküste nach Marokko wegen eines Fußball-Turniers bei dem er hoffte, entdeckt zu werden. Irgendwann fand er sich dann dabei, Teil der Kommune zu sein, die versucht nach Europa zu gelangen. Während meines Aufenthalts hat er es dreimal versucht. Zwischen dem zweiten und dritten Mal haben wir gesprochen. Er ruhte sich gerade auf der Coach von der vorangegangenen Nacht aus und bereitete sich auf die kommende vor, in der es klappen sollte.

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Mzungu in Nairobi

Mzungu in Nairobi

Sabine Küsshauer hat in Leipzig Afrikanistik studiert und wohnt seit acht Jahren in Nairobi, der Hauptstadt Kenias.  Sie ist weder als Volontärin noch im Auftrage einer internationalen Organisation dort. Sie arbeitet weder in einem Waisenhaus noch in den heiligen Gängen der UN, die in Nairobi ihren Sitz hat. Sie wohnt einfach nur dort. Mit ihrer Familie. Im  Mittelschichts-Viertel Buruburu. Doch genau diese Normalität ist die Ausnahme. Ein Tag im Leben der eine der ganz wenigen Weißen, die ohne selbst gesetzten Auftrag  und ohne Zeitbegrenzung in der Hauptstadt des ostafrikanischen Landes weilt.

 

Hier die Reportage zum Nachhören

 

Paul aus Kamerun

Paul kommt aus dem Norden Kameruns und ist, so, wie viele der Reisenden, Ende 20. Nach Nigerianern, Senegalesen, Ivorien sind Kameruner die am häufigsten vertretene Nationalität derer, die in Marokko zwischenlanden. Er ist absolut kein Abenteurer-Typ in dem Sinne, sondern von recht zartbesaiteter Natur. Als ich ihn kennen lernte war er seit  knapp einen Monat in Marokko. Vor der Nacht seines ersten Versuchs mit dem Schlauchboot nach Spanien zu gelangen, kam er bei uns vorbei. Das war vor über einem Jahr. Vor einem Monat hat er es über Nador nach Spanien mit dem Schlauchboot geschafft.

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Mohammed aus dem Senegal

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(Fotos: „On se debrouille“. Aushelfen auf dem Markt, verkaufen auf der Straße und in den Cafés, Taschen tragen.)

Mohammed ist 28 Jahre alt, ältester Sohn der Familie und hat sich, ganz klassisch, auf den Weg gemacht, um Geld zu verdienen. Ein robuster, schlichter, rastloser Typ, der Arbeit über alles im Leben stellt. Als Senegalese braucht er für Marokko kein Einreisevisum. So hat er von Familie und Freunden Geld zusammen gekratzt und ist per Flugzeug gekommen. Als ich ihn vergangenes Jahr traf, war er bereits seit sechs Monaten in Marokko. Für ihn war Marokko die erste Auslandserfahrung. Mittlerweile ist er in Malaga und geht seiner Expertise nach: Dinge an- und wieder verkaufen. Im ersten Teil erzählt er von seinem ersten Eindruck in der Fremde in Marokko und wie sein Alltag aussieht.

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